Analysemetriken-Leitfaden

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Frontaler Analysemodus

Der frontale Modus konzentriert sich hauptsächlich auf die seitliche Bewegungstrajektorie der Knie des Fahrers relativ zum Fahrradrahmen während des Pedalierens, bewertet Pedalstabilität, Symmetrie und identifiziert potenzielle verletzungsverursachende Muster.

Seitliche Bewegung Standardabweichung

Seitliche Abweichung

Zweck:

Bewertung des Grades des 'Wackelns' oder der 'Instabilität' von Kniegelenken in seitlicher Bewegung während des gesamten Pedalprozesses.

Berechnung:

Das Programm extrahiert die Kern-60%-Datenpunkte aus der Pedaltrajektorie, berechnet die Durchschnittsposition dieser Punkte auf der horizontalen (x-Achse), verwendet dann statistische Formeln zur Berechnung der Gesamtabweichung aller Punkte von dieser Durchschnittsposition.

Interpretation:

Je kleiner der Wert, desto weniger Links-Rechts-Wackeln des Knies, desto stabiler die Trajektorie; je größer der Wert, desto mehr unnötiges Links-Rechts-Wackeln existiert, verschwendet Energie auf seitliche Bewegung.

Ein-Satz-Zusammenfassung:

Diese Metrik betrachtet die 'Dicke' der Trajektorie. Eine ideale Trajektorie sollte 'dünn und hoch' sein.

Kern-Hub-Trennung

Pfadtrennung

Zweck:

Bewertung, ob sich Abwärtshub (Kraft) und Aufwärtshub (Erholung) Phasen horizontal überlappen.

Berechnung:

Das Programm berechnet die horizontalen Durchschnittspositionen der Kern-60% 'Abwärtshub' und 'Aufwärtshub' Trajektorien separat, nimmt dann den absoluten Wert der Differenz zwischen diesen beiden Durchschnittspositionen.

Interpretation:

Idealerweise sollte dieser Wert nahe 0 sein, was darauf hinweist, dass Auf- und Abwärtshub grundsätzlich auf derselben vertikalen Linie liegen. Wenn der Wert groß ist, deutet es auf eine '0' oder '8' förmige Trajektorie hin, normalerweise im Zusammenhang mit falscher Sattelhöhe.

Ein-Satz-Zusammenfassung:

Diese Metrik betrachtet, ob die Trajektorie 'überlappt'. Idealerweise sollten Auf- und Abwärtshub-Pfade stark überlappen.

Oben-Unten Horizontalverschiebung

Seitliche Verschiebung an Extremen

Zweck:

Bewertung des Gesamt-'Neigungswinkels' oder der 'Driftrichtung' der Kniegelenk-Pedaltrajektorie.

Berechnung:

Das Programm durchläuft die vollständigen Trajektoriendaten, findet den höchsten Punkt (TDC) und niedrigsten Punkt (BDC) im Pfad, subtrahiert dann die x-Koordinate des höchsten Punktes von der x-Koordinate des niedrigsten Punktes.

Interpretation:

Dieser Wert spiegelt direkt wider, ob das Knie eine Gesamttendenz zum 'Ausschwingen' oder 'Einknicken' hat. Wenn der Wert erheblich von 0 abweicht, deutet es darauf hin, dass die gesamte Trajektorie geneigt ist, normalerweise ein klares Signal falscher Sattelhöhe oder Cleat-Position.

Ein-Satz-Zusammenfassung:

Diese Metrik betrachtet die 'Schiefe' der Trajektorie. Eine ideale Trajektorie sollte 'gerade' sein.

Seitlicher Analysemodus

Der seitliche Modus konzentriert sich hauptsächlich auf die Winkeländerungen wichtiger Körpergelenke während der Fahrt, bewertet Fahrhaltungseffizienz, Komfort und Nachhaltigkeit, verglichen mit professionellen Fitting-Referenzbereichen.

Kniegelenkwinkel (am BDC)

Kniegelenkwinkel am unteren Totpunkt

Zweck:

Bewertung des Kniestreckungsgrades am niedrigsten Pedalpunkt, der direkt Pedaleffizienz und Kniegesundheit beeinflusst.

Berechnung:

Wenn das Programm den niedrigsten Punkt der Pedaltrajektorie (BDC, Bottom Dead Center) erkennt, berechnet es den Winkel zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein. Spezifisch verwendet es die räumlichen Positionen von Hüft-, Knie- und Knöchelgelenk, um den Winkel mittels Vektorwinkelformeln abzuleiten.

Interpretation:

Ideale Bereiche variieren nach Fahrradtyp: Rennrad Wettkampfmodus ~25-35°, Freizeitmodus ~30-40°; Mountainbike ~30-40°; Triathlonrad ~20-30°. Zu kleine Winkel (<25°) können Knieschmerzen und Hüftschluss verursachen; zu große Winkel (>40°) zeigen zu niedrigen Sattel an, reduzieren Pedaleffizienz.

Ein-Satz-Zusammenfassung:

Dieser Winkel ist wie die Kompression einer Feder—zu fest beschädigt sie, zu locker ist kraftlos.

Hüftgelenkwinkel (am BDC)

Hüftgelenkwinkel am unteren Totpunkt

Zweck:

Bewertung der Oberkörperneigung und Hüftöffnung des Fahrers während der Kraftphase, beeinflusst Kraftabgabe und Aerodynamik.

Berechnung:

Am niedrigsten Pedalpunkt berechnen Sie den Winkel zwischen Oberkörper (Linie von Schulter zu Hüftgelenk) und Oberschenkel (Linie von Hüfte zu Kniegelenk).

Interpretation:

Ideale Bereiche: Rennrad Wettkampf ~40-50°, Freizeit ~50-65°; Mountainbike ~45-60°; Triathlonrad ~35-45°. Zu kleine Winkel lösen 'Hüftschluss'-Effekt aus, begrenzen Kraftabgabe und Atmung; zu große Winkel verlieren aerodynamischen Vorteil.

Ein-Satz-Zusammenfassung:

Dieser Winkel bestimmt Ihren 'Faltungsgrad'—zu eng gefaltet erschwert Atmung, zu locker bedeutet hohen Windwiderstand.

Ellbogengelenkwinkel

Ellbogengelenkwinkel

Zweck:

Bewertung des Armbeugungsgrades, beeinflusst Oberkörperkomfort, Vibrationsabsorptionsfähigkeit und aerodynamische Gesamthaltung.

Berechnung:

Berechnen Sie den Winkel zwischen Oberarm (Schulter zu Ellbogengelenk) und Unterarm (Ellbogen zu Handgelenk), nehmen Sie den Durchschnitt über den gesamten Pedalzyklus.

Interpretation:

Ideale Bereiche: Rennrad Wettkampf ~90-110°, Freizeit ~100-120°; Mountainbike ~90-120° (benötigt mehr Beugung für Stoßdämpfung); Triathlonrad ~70-90° (auf TT-Lenker gelehnt). Zu kleine Winkel verursachen Armermüdung und Schulter-/Nackenverspannung; zu große Winkel verlieren Dämpfungsfähigkeit.

Ein-Satz-Zusammenfassung:

Der Ellbogen ist wie ein Stoßdämpfer—moderate Beugung absorbiert Straßenvibrationen bei gleichzeitiger Kontrolle.

Rückenwinkel

Rückenwinkel

Zweck:

Bewertung des Neigungswinkels des Oberkörpers relativ zur Horizontalebene, der kritischste Gleichgewichtspunkt zwischen Aerodynamik und Komfort.

Berechnung:

Berechnen Sie den Winkel zwischen Oberkörper (Linie von Schulter zu Hüftgelenk) und Horizontalebene, nehmen Sie den Durchschnitt über den gesamten Pedalzyklus. Kleinere Winkel zeigen horizontalere Position, größere Winkel zeigen aufrechtere Position.

Interpretation:

Ideale Bereiche: Rennrad Wettkampf ~25-35°, Freizeit ~35-50°; Mountainbike ~30-45°; Triathlonrad ~10-25° (ultimative Aero). Zu kleine Winkel erfordern extrem starke Rumpfkraft und können Atmung beeinträchtigen; zu große Winkel erhöhen Windwiderstand erheblich.

Ein-Satz-Zusammenfassung:

Rückenwinkel ist wie Sturzflugwinkel eines Flugzeugs—flacher ist schneller, erfordert aber stärkeren 'Motor' (Rumpfkraft) zur Unterstützung.